Dienstag, 1. Mai 2018

Fichtenwipfel erkennen und verwenden



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Eindeutig Fichte

Es gibt zwei Nadelbäume bei uns, die du mit der Fichte verwechseln könntest. Der eine ist die Tanne, eine Verwechslung wäre nicht schlimm, denn auch aus Tannenwipfeln wird zum Beispiel Sirup erzeugt. Die Eibe ist jedoch giftig! Sie hat wesentlich dunklere Nadeln als die Tanne oder Fichte, die Rinde ist rötlich (bei jungen Exemplaren kann sie grünlich sein) und fasrig bis schuppig. Fichten und Tannen besitzen eine rötlich-graue bis graue Rinde, die weit stärker strukturiert ist. Fichten und Tannen haben einen klaren Haupttrieb, aus dem sich die Seitenäste bilden, Eiben wachsen in der Regel eher buschig (mehrere Haupttriebe).

Fichtentriebe für Salat und als Wildgemüse

Fichtenwipfeln sind die jungen Triebe der Fichte, die im Frühling hellgrün strahlen. Sie schmecken angenehm säuerlich und lassen sich direkt beim Spazierengehen verspeisen. Nimmst du einige davon mit nach Hause, ergänzen sie Salate oder Eintöpfe oder du fertigst einen Fichtenwipfelsirup.

Fichtenwipfelsirup als Hilfe bei Erkältungen

Schichte dafür Fichtenwipfeln abwechselnd mit Zucker in ein Glas, stelle es an einen hellen Platz. Nach wenigen Wochen löst die Flüssigkeit aus den Wipfeln den Zucker auf, ein bräunlicher Sirup entsteht. Leere den Sirup ab und lagere ihn in einem fest schließenden Glas. Du kannst ihn bei Erkältung löffelweise zu dir nehmen, die enthaltenen Harze und ätherischen Öle wirken desinfizierend.

Sicherheit zählt bei Wildpflanzen

Wie bei jeder Wildsammlung nimm nur, was du absolut sicher kennst! Bist du nicht sicher, frag Leute, die sich auskennen oder nimm an einem entsprechenden Workshop teil. Verlass dich nicht auf Bilder oder Videos im Internet.

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