Dienstag, 30. Mai 2017

Tee herstellen



Tee herstellen ist nicht schwierig. Dennoch gibt es ein paar Richtlinien, die es erleichtern, einen Tee zu bekommen, in dem voller Geschmack und viele Inhaltsstoffe erhalten sind. Ich schreibe hier nur etwas über Verfahren, für die keine eigenen Geräte nötig sind.

Trockenen an der Luft
Das ist die schonendste Art der Trocknung. Geeignet für Kräuter, vor allen zarter Natur. Du kannst Kräuter auf Papier legen und an einem luftigen, schattigen Ort trocknen lassen. Oder aber in kleinen, luftigen Bündeln aufhängen. Der Raum, in dem du Kräuter trocknest, sollte eine trockene Luft haben, keine direkte Sonneneinstrahlung auf Kräuter und Blüten zulassen und staubfrei sein. Schön warm soll er auch sein. Ein Dachboden ist ideal, wenn es nicht staubt.

Fertig sind die Kräuter und Blüten, wenn sie "crispy" sind, also knackig zerbröseln, wenn du sie zwischen den Fingern reibst.

Trocknen im Rohr
Je nach Kraut oder Frucht ist die ideale Trockentemperatur 40 - 70 Grad. Kräuter mit flüchtigen ätherischen Ölen (etwa Rosenblüten) lieber mit sehr niedrigen Temperaturen oder an der Luft trocknen. Oder aber die Rohrtüre einen Spalt offen lassen. Nie Umluft! Zarte Pflanzenteile können durch das Rohr gewirbelt werden. Vor allem Früchtetees, wie Apfelschalen, Hagebutten oder Hollunderbeeren vertragen auch eine höhere Temperatur. Apfelschalen karamelisieren dann manchmal ein Wenig, was ich sehr gerne mag. Um Vitamine zu erhalten, sind aber in jedem Fall niedrigere Temperaturen besser.

Fertig sind Kräuter ebenfalls, wenn sie "crispy" sind. Früchte trocknen meist nicht ganz so stark aus. Bei ihnen genügt die typische Konsistenz von Trockenfrüchten.

Bewahre deine Tees in luftdichten, lichtdichten Gefäßen auf. Die meisten Tees halten sich ein Jahr, unter Umständen auch länger, schmeckt aber dann meist nicht mehr ganz so gut.

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