Dienstag, 25. April 2017

Fermentieren von Brombeerblättern



Beim Fermentieren bauen Enzyme - meist aus Pilzen oder Bakterien - biologisches Material um. Das geschieht etwa bei der Produktion von verschiedenen Milchprodukten oder auch Sauerkraut. Bei Brombeerblättern (und den Blättern von "echtem" Tee) ist das anders. Hier werden die Blätter in feuchter Umgebung oxidiert. Kleinstlebewesen sind daran nicht beteiligt.

Viele Blätter
Zum Fermentieren brauchst Du viele Blätter - mindestens 300 g, besser noch einen halben Kilo. Das ist eine ganze Menge. Zerstampfe die Blätter entweder vorsichtig im Mörser, wuzle sie zwischen den Fingern (Vorsicht - auch die Blätter haben bei Brombeeren oft Dornen) oder quetsche sie unter dem Nudelwalker. Wichtig ist, dass Du möglichst viele Zellen der Blätter zerdrückst. Auf diese Weise kommt der Sauerstoff ins Zellinnere, wo er seine oxidierende Arbeit machen soll.

Fermentieren
Dann fülle die Blätter in ein befeuchtetes Tuch, presse sie zu einer festen Kugel und halte sie feucht an einem warmen Ort. Öffne alle paar Tage das Tuch und wuzle die Blätter noch etwas, schichte sie neu, damit alle Blätter einmal im mittleren Bereich zu liegen kommen. Forme jedes Mal eine feste Kugel. Beim Fermentieren erwärmen sich die Blätter.

Wärme
Daran merkst Du, dass der Vorgang tatsächlich stattfindet. Fermentieren ist keine sichere Sache. Es können Pilze oder Bakterien eindringen und das Ergebnis beeinträchtigen oder den Tee unbrauchbar machen. Sei Dir der Tatsache bewusst, dass Du einen Versuch machst.

Brombeertee ohne Fermentation
Brombeertee erhältst Du auch, indem Du die Blätter einfach trocknest. Tust Du dies in einem dunklen, trockenen und warmen Raum oder im Backrohr bei ca. 50 °C kann kaum etwas schief gehen. Wenn Du also fermentierten Brombeertee ausprobierst, trockne auch ein paar Blätter, so dass Du auf jeden Fall etwas Tee bekommst.

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