Montag, 10. April 2017

6 Gemüse und Kräuter auf einem viertel Quadratmeter


Wo gibt's das? In einem sehr effizienten Beet - oder am Bach. Erkennst Du die Köstlichkeiten, die sich hier versammeln? Und siehst Du auch das Giftkräutchen?

Das sind sie alle:


Die BrennnesselBlutreinigender Tee, wenn Du die jungen Blätter pflückst und mit kochendem Wasser aufgießt (wie man halt so Tee macht). Geht auch mit getrockneten Blättern. Jetzt ist die beste Zeit dafür.
Wenn Du viele Blätter findest, gut für Spinat oder als Zutat für eine Frühlingssuppe oder -gemüse. Müssen zumindest kurz blanchiert werden, sonst brennen die Brennhaare die Zunge.
Im Sommer munden die Blüten mit Knoblauchbutter, im Herbst die Früchte.
Brennnesseln erkennt man meist sehr gut. Sie brennen! Nimm sie trotzdem nur, wenn Du sicher bist.


Der GierschKöstliches Gemüse, für Spinat, Suppe. Giersch ist auch für Salat sehr gut geeignet. Er schmeckt sehr würzig und der Geschmack bleibt lange am Gaumen. Auch beim Spazierengehen ist ein Blättchen zwischendruch eine köstliche Erfrischung.
Giersch ist ein Doldengewächs. Es gibt sehr giftige Doldengewächse (Schierling zum Beispiel) und auch ein paar andere Blättchen, die ihm gar nicht so unähnlich sehen. Greif nur zu, wenn Du weißt, dass es Giersch ist.


Die GundelrebeOder Gundermann. Ist ein Gewürzkräutchen. Sie ist scharf und Du kannst sie statt Pfeffer verwenden. Du kannst sie frisch nehmen oder trocknen. Mit Salz (und eventuell anderen Kräuteln) ergibt sie ein gutes Kräutersalz.
Mir fällt jetzt gerade nichts wirklich Gefährliches ein, was man mit der Gundelrebe verwechseln könnte. Nimm sie trotzdem nur, wenn Du völlig sicher bist (eh klar).


Die Rote PestwurzGanz junge Blütenstände sollen kurz angebraten bitter, aber gut sein. In Japan werden sie teuer auf Märkten verkauft. Junge Blätter sind auch bitter, können aber in den Frühlingssalat. Blattstiele kann man schälen und marinieren. Die Pestwurz habe ich noch nie probiert, sie soll auch leberschädigende Stoffe enthalten. Diese Tipps habe ich mir aus "Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen" von Detlev Henschel abgeschaut.
Rote Pestwurz kannst Du mit der Weißen Pestwurz* verwechseln. Sie kann aber genauso gegessen werden (sofern Du nichts gegen leberschädigende Substanzen einzuwenden hast). Huflattichblätter schauen den jungen Pestwurzblättern ähnlich. Aber die kannst Du auch essen.


Der ZiestWelcher Ziest das hier ist, kann ich nicht erkennen. Es gibt jedoch wilde Ziestarten, die ähnliche unerirdische Ausläufer wie Knollen-Ziest bilden. Allerdings kleiner.
Der Ziest sieht etwas der Taubnessel ähnlich (von der glaube ich auch ein paar auf dem großen Bild oben zu sehen sind, sehr unscharf). Die macht allerdings keine unterirdischen Ausläufer, die ziestähnlich aussehen würden.


Das BuschwindröschenDas ist die Giftpflanze. Es enthält Stoffe, die das Nervensystem angreifen können, die Niere, Entzündungen hervorrufen können und natürlich zu Übelkeit führen können. Angeblich verlieren die giftigen Stoffe ihre Wirkung, wenn man die Pflanze trocknet. Ich würde sie trotzdem nicht verspeisen ...

Das BrombeerblattHabe ich nicht extra rausgeschnitten. Denn es ist eines vom letzten Jahr. Brombeerblätter, die Du frisch im Frühling erntest, ergeben fermentiert oder nicht fermentiert einen sehr guten Tee. Doch dieses alte Blatt vom Vorjahr nicht mehr ...

Die frischen Brombeerblätter sehen so aus

* Weiße Pestwurz

Kommentare:

  1. Wie schön einträchtig das vor sich hin wächst, wenn man es nur lässt und nicht jedes grüne Fleckchen zu kultivieren versucht.
    Beim Giersch musste ich gerade sehr grinsen, meine Freundin kämpft arg gegen ihn im Garten an. Letztes Jahr kam dann die Aussage: "Ich bekomme ihn nicht los, jetzt fressen wir ihn eben auf." *g*

    LG und ein schönes Wochenende, Manuela

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  2. Haha :) Das ist das g'scheiteste, was sie machen kann.

    Liebe Grüße und auch Dir ein schönes Wochenende,
    Eva

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