Sonntag, 26. März 2017

Frühlingsponcho aus Wollresten



Egal, was man strickt, es bleibt immer ein Bisschen Wolle über. Nicht wegwerfen! Gerade dieser wilde Farbmix schaut durchgemischt gut aus. So wie in diesem Poncho, der hoffentlich bald zum Einsatz kommt (wenn der Schnee weg ist).

Qualität Wollreste
Bei Wollresten ist es egal, ob sie alle die selbe Stärke und dieselbe Wollmischung aufweisen. Halbwegs gleich dick sollten sie sein, aber nicht ganz exakt. Hier ist zum Beispiel die grüne Wolle (die fast braun wirkt) für Nadelstärke 3,5 - 4, die türkise (die auf dem Foto hellblau wirkt) für 2,5 bis 3 und die wollweiße ist ein Mix aus uralten, handgesponnenen Wollen von meiner Großmutter oder Urgroßmutter, die einmal Socken waren und ob zu großer Löchrigkeit aufgetrennt wurden. Ja, so alte Wolle kann noch einmal zu einem Poncho werden - und wer weiß was sonst noch draus wird. Und die bunten Teile sind sowieso alles durchgemischt. Verschiedene Nadelgrößen, verschiedene Garne, verschiedene Materialien.

Poncho stricken
Oben beginnen. Ich habe hier 75 Maschen angeschlagen, kommt auf die Fadenstärke an. Vom Kragen weg jede Reihe 10 Maschen zunehmen in regelmäßigen Abständen (hier: alle 7 Maschen mit ein paar Randmaschen).

Sobald es genügend Maschen sind, 9 Zöpfe á 6 Maschen anfangen, je 2 verkehrte Maschen links und rechts neben jedem Zopf. Weiterhin 10 Maschen pro Reihe zunehmen. In einer Farbe 7 Zopfverdrehungen mit 10 Maschen zunehmen pro Reihe stricken.

Farbe wechseln. Welche Farben du verwendest, hängt von Geschmack und vorhandenen Wollresten ab. Mit der zweiten Farbe 4 Zopfverdrehungen stricken und nur noch 4 Maschen pro Reihe zunehmen (beim 1., 3., 7. und 9. Zopf). In Summe sind es jetzt knapp 400 Maschen (wer's genau haben will, kann gerne nachrechnen ;))

Farbe wechseln. Nun den ganzen Poncho rund stricken, so schließt du den Kragen ab. Nicht mehr zunehmen. Wieder vier Zopfverdrehungen stricken.
Farbe wechseln und nun ein fröhliches Farbwechselbad für weitere vier Zopfverdrehungen stricken.
Auf die erste Farbe wechseln, vier Zopfverdrehungen stricken, auf die zweite Farbe wechseln, dasselbe.

Mitten in der dritten Farbe habe ich aufgehört rundzustricken und den Poncho in zwei Teile geteilt, damit Armschlitze entstehen. Bei mir sind die erst ein Stück über den Handknöcheln und der Poncho ist recht warm.

Wenn Du lieber einen bewegungsfreieren, dafür stärker durchlüfteten möchtest, beginne mit den Schlitzen schon auf Ellbogenhöhe (also etwa nach dem bunten Streifen) mit den Schlitzen.

Ich habe nach der Schlitzung pro Reihe eine Masche abgenommen, wenn du bei den Ellbogen schon anfängst, solltest du gar nicht abnehmen oder vielleicht jede 4. Reihe eine Masche, sonst werden die Flächen unten zu schmal.

Als abschluss ganz unten kommt noch einmal ein Streifen bunt, wobei vorne und hinten nicht gleich sein müssen.

So sieht er dann aus:

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