Mittwoch, 8. März 2017

Die Geschichte vom Antoniusfeuer .



Mutterkorn ist ein Pilz, der gerne auf Roggen wächst. Er ist giftig und kann in hohen Dosen sogar zum Tod führen. Heute können MüllerInnen schon das meiste davon aussortieren.




Früher aber war es für MüllerInnen fast völlig unmöglich, Mutterkorn auszusortieren. Deshalb gab es leichte Symptome des Mutterkorns in regenreichen, feuchten Gebieten (dort gedeiht der Pilz sehr gut) häufig: Die Leute hatten unter Kribbeln an Händen und Beinen zu leiden. Genannt wurde das das Antoniusfeuer.

Der Grund dafür: Wenn jemand besonders litt, wurde er nach Oberitalien auf Pilgerfahrt zur Städte des Heiligen Antonius geschickt, der verlässlich Linderung gewährte. Das tat er wirklich, es gab nur selten, vielleicht sogar nie jemanden, der auf so einer Pilgerreise nicht geheilt worden war.

Auf dem Weg durchs sonnige, warme - und viel trockenere - Italien bekamen die Kranken nämlich für ein, zwei Wochen nur Brot, das kein Mutterkorn enthielt, weil der Pilz dort nicht gedeiht. Lange genug, um alle Symptome loszuwerden.

Leider kam das Antoniusfeuer nach der Heimkehr oft sehr wieder ...

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