Montag, 30. Januar 2017

Wundermittel Asche



Asche wird oft wie ein Abfallprodukt behandelt. Ist sie aber nicht, denn mit Asche kann man eine ganze Menge machen.

Ist es glatt, hilft Asche
Asche im eigenen Garten gegen Glätte streuen hat viele Vorteile. Du brauchst sie nicht wieder - so wie Kieselsteine - wegzukehren. Sie schadet nicht Deinen Gartenpflanzen, so wie etwa Salz das tun kann. Denn Asche rinnt mit dem Schmelzwasser einfach davon und versickert im Boden. Dort wird sie zum Dünger.

Gleich die nächste Anwendung: Dünger
Asche - hier ist immer die Rede von Holzasche aus dem eigenen Ofen - enthält verschiedene Mineralstoffe. Genau gesagt sind alle Mineralstoffe aus dem Holz in ihr enthalten. Besonders reich ist Asche an Kalium. Doch Vorsicht. Nimm nicht zu viel, denn Asche ist ziemlich alkalisch. Zu viel stört das Gleichgewicht des Bodens. Faustregel: Streuen und nicht schütten. Düngen kannst du Beete, Hecken, Sträucher, Stauden.

Auf den Kompost
Was du von deiner Asche nicht direkt auf die Beete oder Wege streust, kann auf den Kompost. Auch hier gilt: Nicht zu viel auf einen Haufen.

Seife machen
Früher wurde die Base aus der Asche gelöst und daraus Seife gemacht. Es gibt auch heute noch Leute, die das so machen. Das braucht aber einiges an Erfahrung. Es ist nämlich weit schwieriger, die richtige Menge Base aus einem Asche-Auszug für die Seife zu verwenden als einfach ein paar Basenkristalle aus der Apotheke abzuwiegen. So verführerisch ich die Möglichkeit, eigene Base zu gewinnen auch finde, ich habe es noch nie ausprobiert. Wer weiß, vielleicht wird`s noch.

Kommentare:

  1. Liebe Eva,

    es gibt auch Zahnpasta mit Asche - ich glaube Buchenholzasche. Nur der Vollständigkeit halber :-)

    LG Heidi

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  2. Und wenn man nicht nur Naturholz, sondern vielleicht auch mal etwas Bauholz verbrennt, sollte man die Asche lieber entsorgen, da dann sehr viel Schwermetalle enthalten sien können.

    Auch sonst sind natürlich Schwermetalle enthalten, die vorher ins Holz eingebaut waren. Wenn man zuviel düngt, kann man also auch mit "reiner" Asche zuviel Schwermetalle in den Boden einbringen.

    Gut dosiert kann man theoretisch im Zusammenspiel mit Gründngung und eventuell Kompost auf gekauften Kunstdünger verzichten.

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  3. Liebe Heidi,
    das habe ich noch nie probiert ;) Ich kann mich aber erinnern, das schon einmal in einer Doku gesehen zu haben, wo Leute einfach in die Reste des Lagerfeuers greifen und sich damit die Zähne putzen.
    Liebe Grüße,
    Heidi

    Lieber Chaosgarten,
    danke für die Tipps! Zu viel Asche sollte es auf keinen Fall sein, eher "drüberstreuen". Auf Kunstdünger verzichten wir hier von Anfang an. Ich würde sogar Ertragseinbußen in Kauf nehmen, um ohne Kunstdünger auszukommen, glaube aber gar nicht, dass wir das müssen (mir fehlt da ja der Vergleich). Mit Mulchen, Kompost - wie du schreibst - und hin und wieder wenige Hand voll Asche klappt es ganz gut, den Boden wieder anzureichern.
    Liebe Grüße,
    Eva

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