Montag, 23. Januar 2017

Topinambur ernten



Topinambur will im späten Herbst geerntet werden. Doch auch bis in den Winter hinein ist das noch gut möglich, wenn die Erde nicht zu sehr gefroren ist. Auf jeden Fall müssen die hohen Triebe vollkommen vertrocknet sein, denn vom Grün der Triebe ernähren sich die Knollen. Wenn dir die Geduld abhanden kommt, musst du deshalb mit viel kleineren Knollen vorlieb nehmen.

Die gute Knolle
Eigentlich kann man sie auch Furzknolle nennen, denn Topinambur enthält massenhaft Inulin. Einen Stoff, der unsere Verdauung sehr positiv beeinflussen kann. Wenn sie jedoch irgendwie aus dem Gleichgewicht geraten ist (was bei den meisten von uns der Fall ist), dann provoziert Inulin unsere Darmbakterien erst einmal zu kräftigen Winden. Nach mehrmaligem Genuss sollte das weniger werden. Wenn du Topi ohne Nebenwirkungen verträgst, kannst du von dir sagen, dass deine Darmflora vollkommen in Ordnung ist.

Zubereitung
Ich mag Topi am liebsten mit der Schale. Einerseits weil es viel Arbeit ist, sie zu schälen, andererseits, weil sie dann etwas Biss haben. Leider bleibt die Schale beim Kochen nicht so hübsch rosa wie bei den noch rohen Topis auf dem Bild. Sie wird bräunlich. Topi kannst du mit Butter und Knoblauch, einfach so als Gemüse zu was auch immer oder mit gerösteten Bröseln genießen. Der Geschmack ist intensiv und nicht für jeden gut. Es gibt Leute, die vollkommen hingerissen sind und andere, die den Topi gar nicht gern haben. Da hilft nur Ausprobieren.

Der Anbau
Von Topi ist ungeheuer einfach. Tu ein paar Knollen in die Erde. Das kannst du jetzt schon machen oder im sehr frühen Frühling. Sie sollten ein paar Zentimeter tief liegen, damit der ärgste Frost sie nicht mehr erwischt. Dort überleben sie locker und treiben im Frühling aus. So wie bei Erdäpfeln kannst du eine Knolle aber auch teilen und die Teile einsetzen. Sei sparsam. Topi vermehrt sich in den folgenden Jahren selbst stark, selbst wenn du glaubst, alle Knolle geerntet zu haben.

Wühlmausfutter
Wühlmäuse lieben Topi. Das ist die einzige Gefahr. Wenn du mit der Ernte bis in den Jänner wartest, kann es sein, dass du nur noch ausgeknabberte Hüllen findest. Die Pflanzen werden im nächsten Frühling trotzem wieder austreiben. Zum Essen bleibt aber nicht viel. Ernte daher eher früh (im November) wenn es bei dir viele Wühlmäuse gibt.

Guten Appetit!

Kommentare:

  1. Ich mag sie lieber roh. In dünne Scheiben gehobelt. Im Salat. Schmeckt nussig. Nur das Putzen kostet etwas Zeit. Meine Knollen sind immer viel mehr verwachsen und pickliger als die da oben auf dem Bild.

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  2. Schöne rote Topis hast Du da. Meine sehen nicht so schön aus aber gut schmecken tun sie auch. Wie im obigen Kommentar auch angesprochen mag ich sie auch am liebsten roh im Salat oder einfach mal so zum Brot.
    Ein schönes Wochenende wünscht Dir Marie

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  3. Roh find ich sie auch sehr gut! Mein absolutes Lieblings-Topi-Essen ist allerdings schnell gedünstet und mit Bröseln.
    Dir auch einen schönen Sonntag Abend,
    Eva

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