Montag, 16. Januar 2017

Streuen gegen Glätte: Asche statt Salz


Jetzt aber! Endlich ist der Schnee da. Nach Tagen des Schneeschaufelns, Holz Sägens und Schlichtens und Tiefschneelaufen bin ich fast so fit wie im Sommer!

Glatt und rutschig
Wenn es so wie jetzt bei uns Temperaturen um den Gefrierpunkt hat und vielleicht die Sonne hin und wieder rausschaut, dann wird es leicht rutschig. Die festgetretene Schneeoberfläche taut etwas an, friert aber wieder fest, sobald der Schatten kommt. Wo der Schnee geräumt ist, friert Schmelzwasser zu glatten Eisflecken.


Salz versus Asche versus Streusplitt
Alle drei haben unter bestimmten Bedingungen ihre Berechtigung. In deinem Garten setze aber am besten auf Holzasche (wenn Holzoften vorhanden!).

Asche
Anwendung: im privaten Bereich
Wo immer du das Sagen hast, verwende Holzasche. Du kannst sie noch warm aus dem Ofen holen, dann schmilzt sie sich etwas ins Eis ein und sorgt für zusätzlichen Grip. Wenn es taut, fließt leicht aschiges Schmelzwasser in deine Beete und bringt Kalium und andere Nährstoffe ein (und kein schädliches Salz). Die Asche verschwindet beim Schmelzen oder spätestens beim ersten Regen von selbst komplett im Erdreich.
Keine Nacharbeiten nötig.

Salz
Anwendung: In der Stadt
Dort, wo die Autos schon genug Feinstaub produzieren, ist Salzstreuen halbwegs verträglich. Denn Autos stehen lassen - das geht nicht. Salz produziert eher Grobstaub, wenig Feinstaub. Und Salz hat wirtschaftliche "Vorteile":
- Autoteile können angegriffen werden. Das bedeutet: Aufschwung für den Ersatzteil- und Autohandel
- Hunde erkranken. Das bedeutet: Arbeit für Tierärzte und Heilmittelhersteller
- Alles, was mit der Salzschicht in Berührung kommt, kann angegriffen werden (vom Schuh bis zum Kinderwagen). Das bedeutet: Absatz in allen diesen Industriezweigen
Kein Wunder also, dass Salz das gängigste Allheilmittel bei Schnee ist.
Salz verschwindet wie Asche von selbst im Boden, erschwert dort den Pflanzen aber die Wasseraufnahme. Das geht bis zum Absterben von Pflanzen.

Streusplit
Anwendung: Viel Schnee, sehr kalt
Salz schmilzt den Schnee nur bis zu leichten Minusgraden. Wenn es kälter wird, friert die Salzbrühe wieder. Dann ist Kiesel angesagt. Auch wenn du ohne zu räumen auf eine bestehende Schneeschicht streuen willst, ist Split nicht schlecht, Asche geht aber auch.
Vorteil: Split kannst du nach dem Tauen zusammen kehren und wieder verwenden.
Großer Nachteil: Das passiert praktisch nie - und Split erzeugt, wenn er austrocknet und zerrieben wird, Feinstaub.

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