Sonntag, 4. Dezember 2016

Hagebuttenzeit ist!



Sehr üppig fällt die Ernte dieses Jahr nicht bei uns aus. Aber gut schmecken sie trotzdem, die roten Früchte. Nach den ersten richtigen Frösten sind sie schön mürbe.

Frucht, besoffene Butte oder Trockenobst
Hagebutten sind sehr reich an Vitamin C. Das macht sie zu einer wertvollen Winterknabberei. Denn du kannst sie den ganzen Winter über vom Busch essen. Erst im Frühling, wenn es zu warm wird, fangen sie an zu gären. Dann kannst du sie grundsätzlich auch noch essen ;) Manchmal hat man besonderes Glück und die Beeren gären nicht, sondern trocknen sofort. Das ergibt Trockenobst direkt vom Strauch. Ist in sehr trockenen Gegenden im zu finden, aber erst im April oder Mai.

Kerne nicht mitessen
Wie auch immer du sie genießt, iss nicht die Kerne mit. Die Kerne selbst sind zwar nicht das Problem, die gehen unberührt glatt durch die Verdauung. Aber rund um sie herum baut die Hagebutte feine Härchen, die im Hals kratzen. Nicht umsonst haben früher Kinder diese Härchen als Juckpulver verwendet und damit andere in den Wahnsinn getrieben. Einmal auf der Haut kriegt man sie nämlich nicht so leicht wieder los.


Marmelade
Aus Hagebutten lässt sich auch eine besonders gute Marmelade machen. Zahlt sich aber erst aus, wenn es viele Hagebutten gibt. Und es ist viel Arbeit, denn auch in der Marmelade jucken die Härchen noch, auch wenn sie gekocht sind. Deshalb sollen möglichst viele von ihnen raus. Das geht entweder, indem du die Butten kochst und dann durch die Flotte Lotte lässt (Hagebutten sollen schon weich sein, also nach ein paar Frösten) oder du nimmst noch harte Früchte und spaltest jede einzelne, um Kerne und Haare herauszufiezeln. Letzteres würde ich nicht empfehlen ;)

Ansonsten geht die Hagebuttenmarmelade wie jede andere auch: 1kg Gelierzucker auf einen kg Furchtgatsch. Oder auch 2:1 oder 3:1, was du am liebsten hast. Einmal aufkochen, in sterile Gläser füllen, gleich verschließen.

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