Mittwoch, 16. November 2016

Eichelmehl machen



Sie liegen im Herbst einfach so auf dem Waldboden, in verschiedenen Größen mit wertvollem Inhalt. Der Kern der Eicheln enthält Stärke, Eiweiß und Öl sowie Vitamine und Mineralstoffe. Doch drüber hinaus warten die Früchte der Eiche noch mit Gerbstoffen und Tanninen auf, die das Ganze etwas bitter werden lassen. Um Eichelmehl zu erzeugen gilt es daher, diese Stoffe erst einmal im Wasserbad auszuwaschen.

Zum Video


Eicheln wässern


Zwei bis drei Tage kommen die Eicheln ins Wasserbad, wechsle das Wasser regelmäßig mindestens zweimal am Tag. Bei der ersten "Eichelwäsche" verwende auf zwei Liter Wasser einen Teelöffel Natron, das hilft beim Entbittern. Ideal ist es, wenn du die Eichelfrüchte nach dem Schälen klein schneidest, dann gehen noch mehr Gerbstoffe heraus.

Eichelmehl mahlen

Lässt du die gut gewässerten Eichelstückchen vollständig trocknen, so kannst du sie mit der Getreidemühle mahlen (danke für den Tipp an Rose :) ). Willst du sie jedoch frisch verwenden, nimm lieber den Fleischwolf, denn feuchte Eicheln würden deine Getreidemühle verkleben. Gleich nach dem Mahlen wird das Mehl, das beim Fleischwolf eher gemahlenen Nüssen gleicht, braun. Das machen die Tannine. Brot und Kuchen aus dem Eichelmehl werden wunderbar dunkel und sehen selbst ohne Zugabe von Kakao aus wie herrliches Schokogebäck.

Bitter oder nicht bitter?

Wenn du das frische Eichelmehl probierst, wirst du feststellen, dass es immer noch sehr bitter schmeckt. Meiner Erfahrung nach geht das Aroma beim Backen jedoch verloren und eine nussige Note ist alles, was bleibt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen