Dienstag, 4. Oktober 2016

Most pressen



Keine typischen Mostbirnen, aber schön saftig sind sie. Und sie sind Fallobst, deshalb nicht mehr lagerbar. Also probieren wir unsere Presse daran aus.


Birnen vorbereiten
Beim Mostpressen muss man nicht zu wählerisch sein. Wenn eine Birne oder ein Apfel an der einen Seite eine braune Stelle hat, dann schneide sie weg und nimm die andere Seite. Kerngehäuse wegschneiden ist Geschmackssache. Eventuell kriegt man ohne ein Wenig mehr Saft raus, andererseits geht immer ein Stück Birne mit - damit ist es wieder weniger Material. Geschmackssache also.



In die Mühle
Das ist ein Arbeitsschritt, der unbedingt nötig ist. Gibst du die Birnen oder Äpfel einfach so in die Presse, kommt nicht viel raus. Vorher müssen sie richtig zergatscht werden. Das macht die Mühle, sie presst die Birnenstücke in einen groben Brei. Du kannst das auch mit einem großen Hammer von Hand machen, das ist aber unendlich viel mühsamer.



In die Presse
Und hier ist dieser Obstmischmasch in der Presse. Unsere ist eine kleine Presse. So sieben oder zehn Liter. Sie wird von Hand betrieben und man kann damit nur eine begrenzte Kraft auf das Obst ausüben. Trotzdem ist der Presskuchen ganz schön trocken.



Flüssiges Gold
Und hier rinnt er schon, der Saft. Den kannst du entweder abkochen, dann hast du Süßmost, der ein, zwei Wochen hält (oder auch viel länger, wenn du die Gläser sterilisierst - siehe Hollersaft). Oder du füllst ihn in ein Fass und lässt ihn einfach stehen. Nach einigen Tagen ergibt das einen Sturm, nach mehreren Wochen richtigen Most.



Woraus wie viel?
Mit unserer Methode haben wir aus zehn Kilo Birnen/Äpfeln etwa drei bis vier Liter Saft gepresst. Das ist nur ungefähr, weil wir das Obst nicht abgewogen haben. Über den Daumen wirds aber schon stimmen.

Brauchst du Presse und Mühle?
Wenn du hier in der Nähe wohnst und keine Mühle und Presse hast, kannst du gern mit einer Fuhre Äpfel oder Birnen vorbeikommen. Schreib an eva.ruth@gmx.at, dann können wir uns was ausmachen. Unter zehn Kilo zahlt es sich nicht wirklich aus. Vergiss nicht, Gefäße für den Saft mitzubringen.



Ein Geschenk
Nachdem wir die Birnen erledigt hatten, hat unsere Nachbarin uns erlaubt, von ihrem reichlichen Ertrag einen Teil aufzuklauben - genug für ein Mostgelage ;)

Kommentare:

  1. Hm, das kommt sicher gut. Vor einigen Jahren haben Bekannte von mir das nichtlager
    Problem auch so gelöst und es schmeckte oberlecker.
    LG Manu

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  2. Ihr habt ja eine richtig tolle Ernte, bei uns gab es dieses Jahr wieder nichts. Dabei hatte ich auch auf Gelee und Saft gehofft. Hier bei uns kann man das Obst auch wegbringen und den fertigen Saft dann abholen, für die, die das nicht selbst machen wollen auch eine Alternative.

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  3. Bin schon sehr gespannt, wie er wird, er riecht aber wunderbar!
    Ja, die war gut, die Apfelernte. So ein Service ist wirklich praktisch! So was gibt es bei uns nicht, allerdings gibt man schon einmal Mühle und Presse weiter, damit mehr Leute sie nutzen können.

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