Donnerstag, 22. September 2016

Polsterfüllung mit Wolle und Lavendel



Nicht die ganze Wolle ist gut genug zum Spinnen. Es gibt Teile, deren Wolllänge zu kurz ist. Die Faserlänge zum Spinnen sollte schon mindestens aucht Zentimeter sein. Alles, was drunter liegt, lässt den Wollfaden sehr leicht reißen. Dann gibt es Wollstücke, die beim Waschen - oder auch schon davor - verfilzt sind und sich nicht mehr gut kämmen lassen.

Füllmaterial
Aus solchen Wollresten kannst Du, wenn sie sauber genug sind, Füllmaterial herstellen. Ich plane hier zum Beispiel einen Schafwollpolster mit eingemischten Lavendelblüten. Das ist wunderbar weich und duftet jedesmal, wenn ich mich drauflege.

Mulch, Kompost, Pflanzenfutter
Und dann gibt es da noch Wolle, die so verdreckt ist mit Stroh und sonstigen kleinen Partikeln, dass sie einfach nicht zu retten ist. Die ist dann genau richtig für den Garten. Am einfachsten kommt sie auf den Komposthaufen. Dort verrottet sie und wird zu Dünger. Du kannst sie aber auch um Sträucher als Mulchmaterial legen oder zum Beispiel unter Erdäpfel legen, wenn du sie in die Erde gibst. Auch wenn du Bäume oder Sträucher setzt, gib einfach etwas Wolle ganz unten in das Setzloch.

Wasser und Nährstoffe
Eingegrabene Wolle speichert Wasser sehr gut (wie Wolle es allgemein tut - auch ein Pullover kann Unmengen Wasser aufnehmen). Dieses Wasser gibt sie langsam wieder ab, so dass Baum oder Erdapfel auch in Trockenperioden nicht so schnell dursten. Mit den Jahren zersetzt sich die Wolle dann und nährt den Boden. Wichtig beim Setzen oder Legen: Gieße die Wolle gut ein, so dass sie sich sofort richtig ansaufen kann.

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