Samstag, 2. Juli 2016

Die erste Wolle



Nach vielen, vielen - wirklich vielen Stunden Spinnen ohne Spindel ist es so weit. Ein ganzer Kilo Wolle oder etwas mehr ist fertig. Nachdem ich ca. 60 dag Wolle ganz ohne Hilfsmittel gesponnen habe, habe ich doch einmal Handkarden erstanden und kämme die Haare jetzt vor der Weiterverarbeitung durch. Nach einigem Üben und einem kräftigen Muskelkater geht das ganz gut. Spinnen tu' ich immer noch ohne Spindel, habe aber vor, auch das noch auszuprobieren.

Unverzwirnte Wolle
Ich habe diese Wolle so dick gesponnen, dass sie nicht mehr unbedingt verzwirnt werden muss. Verzwirnen nennt man den Vorgang, bei dem zwei oder mehr dünne Wollfäden zu einem einzigen Strang verdreht werden. Das macht die Wolle reißfester. Für Kleidung, die stark strapaziert wird, zum Beispiel Socken, ist das unbedingt notwendig (Sockenwolle besteht aus bis zu 6 Einzelsträngen). Ich will aber einen lockeren Pullover aus meiner Wolle machen. Der sollte auch mit unverzwirnter Wolle lange Jahre halten.

Farbenspiel
Meine Wolle ist nicht gebleicht - sie war nur ein paar Tage in der Sonne aufgehängt und hat vielleicht ein Wenig ihrer gelblichen Färbung verloren. Trotzdem sind die Knäuel ganz verschieden gefärbt. Von hellem Naturweiß bis zu einem fast schon beigen Gelb. Außerdem ist der Faden sehr unterschiedlich dick. Meine Spinnkünste sind gerade erst am Entstehen ... Bin wirklich gespannt, wie das dann im Strick aussieht!

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