Donnerstag, 28. Juli 2016

Brennnesseltee



Brennnesseltee schmeckt angenehm und reinigt das Blut. Normalerweise wird er für Frühjahrskuren empfohlen, doch das schmerzhafte Kraut (habe gerde einen ganzen Haufen geerntet) lässt sich auch im Sommer wunderbar verwenden und für Herbst und Winter trocknen.

Was der Tee kann
Die Brennnessel wirkt Stoffwechselanregend, leicht entwässernd und innerlich wie äußerlich bei rheumatischen Beschwerden. Sie enthält unter anderem Kieselsäure und Vitamin C. Der Tee ist also heilkräftig und sollte daher nicht jeden Tag getrunken werden. Wenn du jetzt Brennnesselblätter und -blüten trocknest, dann kannst du aber auch schon im Herbst oder Winter eine "Frühlingskur" machen und ein paar Wochen lang jeden Tag ein, zwei Tassen trinken.


Tee selber herstellen
Pflücke einen Strauß Brennnesseln und zupfe Blätter und Blüten ab. Diese trocknest du dann an einem warmen, sonnigen Platz. Bei uns im Haus ist es meist relativ feucht, deshalb trockne ich im Backrohr bei 50 Grad.

Und was tun, wenn's brennt?
Heute habe ich den Tee gepflückt, den du oben am Foto siehst. Meine Finger brutzeln seit Stunden. Aber schaden tut das Brennen der Nessel nicht. Ganz im Gegenteil. Die Brennhaare injizieren die Inhaltsstoffe der Nessel direkt in die Haut. Außerdem sorgen sie durch den schmerzhaften Reiz für eine gute Durchblutung. Deshalb werden sie bei rheumatischen Schmerzen aller Art auch äußerlich angewendet.

Pflücken ohne Handschuhe
Die Handinnenseiten haben eine dickere Haut als etwa die Arme oder Handaußenseiten. Deshalb ist es möglich, Brennnesseln auch ohne Handschuhe zu pflücken und zu bearbeiten. Das Brennen hält sich in Grenzen - auch wenn es nicht ausbleibt. Vorsicht allerdings, wenn es länger trocken war. Dann sind auch die Brennhaare trocken und anscheinend härter. Eine Brennnessel während einer Trockenperiode anzugreifen treibt einem die Tränen in die Augen!

Zum Foto: In der rechten Ecke sind Schafgarben, das mit den weißen Blüten.

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