Sonntag, 16. April 2017

Taubnessel - Haustee und Heiltee



Wenn sie sich wo wohlfühlt, dann kann sie in großen Gruppen auftreten. Im Frühling ist das dann ein wahres Farbenmeer. Doch sie blüht auch in den Sommer hinein. Obwohl so hübsch und auch noch heilkräftig ist sie als Unkraut verschrien. Doch die Taubnessel kann einiges.



Die kleine Schwester der Brennnessel?
Nein, das ist die Taubnessel nicht. Sie und die Brennnessel sind nicht einmal verwandt (wenn man davon absieht, dass sie beide höhere Pflanzen sind). Denn die Taubnessel ist ein Lippenblütler mit schönen, rosa, gelben oder weißen Blüten. Die Brennnessel dagegen ist fern mit den Rosen verwandt! Allerdings recht fern.



Tee oder Blumenvase
Im Frühling machen sich ein paar der bunten Pflänzchen sehr gut in einer kleinen Vase. Doch noch besser machen sich die Blüten im Tee. Sie können Erkältungen lindern, weil sie Schleimstoffe enthalten, die sich lindernd auf entzündete Stellen legen. Sie können aber auch den Magen und den Darm beruhigen. In kleinen Mengen ist die Blüte auch für eine Teemischung geeignet.



Ernten
Wie bei allen Wildpflanzen ist es auch bei der Taubnessel sinnvoll, nur zu ernten, was wir wirklich brauchen. Wenn ich einen Tee aus den Blüten machen will, ernte ich die Blüten. Einfach auszupfen. Die Pflanze wird am nächsten Tag neue Blüten haben, wird durch die paar fehlenden daher kaum gestört.

Kräuter pflücken
Wildkräuter, Wildgemüse und Pilze solltest du nur dann verwenden, wenn du sie hunderprozentig kennst. Verlass dich nicht auf Abbildungen und Beschreibungen zum Beispiel im Internet. Wenn du dir nicht sicher bist, frag jemanden, der sich auskennt oder mach zum Beispiel eine Kräuterwanderung mit. Das macht Spaß und du bekommst Sicherheit. Heilkräuter ersetzen natürlich nicht den Arzt.

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