Mittwoch, 12. April 2017

Sonnenbad für Jungpflanzen



Lichtbad wäre besser, denn heute scheint die Sonne nicht. Es ist ein leicht regnerischer, aber warmer Apriltag. Die Jungpflanzen freuen sich über ein Bisschen zusätzliches Licht, selbst wenn der Himmel bedeckt ist.

Licht fürs Wachstum
Pflanzen brauchen Licht, denn mit der Energie der UV-Strahlung bauen sie aus Kohlendioxid und Wasser ihren eigenen Zucker auf. Dieser fließt entweder direkt in den Energiestoffwechsel der Pflanze oder wird zu einem Speicherstoff umgewandelt. Das kann Stärke sein oder auch Fett. Außerdem ist Zucker auch ein Grundbaustein für Eiweiß. Damit läuft im Leben der Pflanzen - und in Folge natürlich auch im Leben der Tiere und im Leben der Menschen - alle Energie im Licht zusammen. Denn Tiere und Menschen essen den Zucker, das Fett und die Eiweiße der Pflanzen - oder sie fressen andere Tiere, die vorher Pflanzen gefressen haben.

Aber drinnen ist es doch auch hell
In Räumen wirkt es für das menschliche Auge nicht viel dunkler als draußen. Außer vielleicht an einem strahlenden Sonnentag, wenn man geblendet in die Schattenwelt der Innenräume eintaucht und erst einmal mit der Düsternis zurecht kommen muss. Pflanzen sehen das auch an Regentagen ganz anders. Fensterglas filtert nämlich einen guten Anteil des UV-Lichtes, das die Pflanze braucht, um Zucker zu erzeugen - und damit für ihr Wachstum.

Ganz nah am Fenster
Wenn Pflanzen aber in Innenräumen stehen müssen, weil es keine andere Möglichkeit gibt, so nur ganz nah am Fenster. Wieder für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar nimmt die Helligkeit pro Meter weiter weg vom Fenster drastisch ab. So ist es für eine Pflanze nur zwei oder drei Meter vom Fenster entfernt dunkel, auch wenn wir noch gemütlich lesen können. Meist können da nur noch sehr schattenresistente Pflanzen können wachsen (gerade noch überleben geht meist noch ...).

Hilft die Glühbirne (egal ob Energiespar oder alte Variante)?
Normale künstliche Beleuchtung gibt übrigens auch nur ein sehr dunkles Licht ohne UV-Strahlung ab. Es gibt Lampen, die für die Aufzucht von Pflanzen geeignet sind (sonst gäbe es im Winter wohl keine Paradeiser aus Holland), aber diese sind für den täglichen Gebrauch nicht geeignet, weil zu hell. Auch diese Lampen müssen jedoch möglichst knapp über den Pflanzen hängen, weil auch ihre Lichtintensität schnell abnimmt.

Kommentare:

  1. Wie wahr. Einen Meter von der Fensterbank entfernt ist schon zu weit. Musste ich leidvoll erfahren. Es geht wirklich nur direkt am Fenster.

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  2. Schade! Dieses Jahr war's aber auch besonders schlimm, weil zumindest bei uns im März kaum ein Sonnentag war, so dass noch weniger Licht in die Räume kommt als sonst.
    Alles Gute wünsch ich dir mit deinen Jungpflanzen,
    Eva

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  3. Hi,
    bin grad erst auf deinen spannenden blog gestoßen. Deshalb jetzt ein tipp zum thema. Jungpflanzen direkt vor das fenster stellen und direkt hinter die jungpflanzen entweder spiegel oder alufolie geben. Das hat uns diesen winter unglaublich geholfen, das licht verdoppelt sich so dass die pflanzen sich nicht einmal mehr richtung fenster neigen, sondern schön gerade wachsen ohne zu schießen. auch ohne sonne. lg s.

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  4. Super Tipp! Das probiere ich nächstes Jahr aus, danke, Eva

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