Sonntag, 26. Juli 2015

Rainfarn



Das ist Rainfarn. Eine Pflanze mit einem ausgeprägten Geruch, der auch beim Trocknen nicht verloren geht. Der würzige Duft erfreut die menschliche Nase (zumindest die der meisten Menschen), Insekten mögen ihn aber nicht.


Flohpulver und Gelsenschreck
Im Mittelalter wurde Rainfarn aus diesem Grund unter die Binsen, die früher als Bodenbelag sehr beliebt waren, gemischt. Auch in Strohmatratzen war er untergemischt, denn das hielt lästige Flöhe zumindest ein Bisschen in Schach. Wenn du getrockneten oder frischen Rainfarn beim abendlichen Grillen um den Gartentisch verteilst oder in einer Vase auf den Tisch stellst, dann vergeht den Gelsen ein Wenig der Appetit. Ganz abhalten lassen sie sich nicht, aber sie sind - durch den für sie durchdringenden Geruch etwas weniger enthusiastisch.



Wurmkur
So sieht ein schön blühender Rainfarnbusch aus ein paar Metern Entfernung aus. Früher wurde aus dem Kraut übrigens ein Wurmmittel gemacht. Diverse Darmparasiten sollen nach dessen Genuss freiwillig ihren Wirt verlassen haben. Allerdings ist der Wurmfarn selbst leicht giftig, vom Verzehr ist also abzuraten.

Blütenpracht im Winter
Ich mag die schönen gelben Blüten in Vasen besonders. Getrocknet behalten sie beinahe unverändert ihre Farbe, auch die Blätter bleiben grün. Und das Monatelang. Sie leuchten auch im Winter noch wie winzige Sonnen aus jedem Gesteck.

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