Montag, 8. Juni 2015

Pesto aus Blüten



Blütenpesto! Das dachte ich, als ich die Flut an rotem Klee erblickte, die sich dieses Jahr ganz unverhofft in unserem Garten tummelt. Jetzt ist alles aufgeblüht und die Bienen konnten auch schon ausführlich schlemmen, also Zeit zum Pflücken


Ich habe noch nie etwas von Blütenpesto gehört, aber warum soll das nicht gehen? Das habe ich probiert:

Rezept

viele Kleeblüten (geht sicher auch mit allen anderen essbaren Blüten)
ein paar Schnittlauchblüten
Schnittknoblauch
etwas Petersilie
etwas Brennnessel, Blätter und Blüten :)
ganz wenig Löwenzahnblätter
Salz und Pfeffer
Kürbiskerne
Olivenöl



Ich habe das Pesto auf zweimal aufteilen müssen, weil ich doch sehr eifrig beim Kleeernten war und sich nur die Hälfte in einem Mörser ausgegangen ist. In der ersten Mörserfüllung waren alle Brennnesseln, die Löwenzahnblätter und relativ wenige Blüten, ganz wenige Schnittlauchblüten und kein Schnittknoblauch. Das wurde etwas bitter. Trotzdem denke ich, dass es eine gute Würzgrundlage für Gemüse und Saucen ergibt. Auf Spaghetti würde ich's mir aber nicht tun.

Der zweiter Mörser
war voller Blüten, Schnittknoblauch und Kürbiskernen. Die rosa Farbe geht beim Mörsern leider fast völlig verloren. Es bleibt ein dunkles Braunrot. Vom Geschmack her ist diese Variante sehr mild. Durchaus für Nudeln geeignet würde ich mir aber noch eine Knoblauzehe dazu schneiden - aber ich liebe Knoblauch auch ganz besonders. Sonst ist diese blütenreichere Pestovariante gut gelungen, auch wenn sie geschmacklich keine Ähnlichkeit zum klassischen Basilikumpesto aufweist.

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