Mittwoch, 17. Juni 2015

Melden - wilder Spinat



Melden sind die Urform von Spinat. Es gibt viele verschiedene Arten, manche davon sind köstlich, einige genießbar und ein paar ungenießbar. Diese hier ist die klassische wilde Spinat-Melde. Ihre Blätter sind unvergleichlich zart und sie kann "mit Burz und Stingel" verzehrt werden, alle Teile sind weich und zergehen wie Butter auf der Zunge.


Melden, wohin das Auge sieht
Die Melde ist ein Ackerunkraut. Sie wächst gern und oft zwischen anderen Gemüsen im Beet und ist nicht auszurotten. Diese Melde auf dem Foto ist meine persönliche Lieblings-Melde. Sie hat besonders zarte Blätter. Die kleinsten sind bereift und sehen deshalb grau aus. Wenn man sie angreift, fühlen sie sich an, als wären sie mit unendlich vielen, winzigsten Körnchen bedeckt (was sie wohl auch sind).



Ist sie bekömmlich oder nicht, die Melde?
Ob eine Melde genießbar ist oder nicht, entscheidet der Geruch. Wenn die Melde gut riecht, ist sie auch essbar, wenn sie stinkt (ein Geruch, der einen die Nase kräuseln und den Mund verziehen lässt), Finger weg. Natürlich gilt auch für Melden: Nimm nur, was du wirklich kennst, egal ob's duftet oder nicht.

Wie Spinat
Wenn du allerdings wo ein Meldennest (die wachsen oft in ganz engen Monokulturen) entdeckt hast, pflücke bevor sie blühen und nimm einfach das ganze Kraut. Eventuell die Wurzel abzwicken, dann brauchst du die Pflanzen nur durchzuspülen und nicht genau waschen. Dann grob schneiden, in etwas Wasser kurz kochen, salzen, pfeffern, muskatnussen, etwas Knoblauch, eventuell Rahm - wie Spinat eben. Schmeckt ähnlich wie Spinat, allerdings feiner und viel zarter. Wenn du nur wenige Melden findest, misch sie einfach in den Spinat oder in anderes Gemüse. Oder tu sie in einen green smoothy.

Wildkräuter sammeln
Nimm nur Kräuter, die du wirklich kennst. Wenn du nicht sicher bist, verlass dich lieber auf den Rat eines Menschen, der sich auskennt als auf Bilder und Beschreibungen in Büchern oder im Internet.

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