Mittwoch, 19. Oktober 2016

Wühlmausabwehr



Wühlmäuse durchpflügen unseren Garten. Wenn ich auch grundsätzlich nichts gegen "Schädlinge" einzuwenden habe, das wird manchmal schon zu viel. Daher haben wir uns zum Erwerb eines solarbetriebenen Wühlmausschrecks entschlossen (siehe rechte Bildkante).

Wühlmäuse im Höherbeet
Grund für den Kauf waren die Roten Rüben, die du oben links im Bild siehst. Der Zierkohl überlebt auch wildere Attacken und sonst steht in dem Beet noch Lauch. Den mögen die Mäuschen offenbar gar nicht. Aber die Roten Rüben fressen sie mit Burz und Stingel, wenn man sie nicht daran hindern kann.

Das Ergebnis
Diese Solargerät piepst alle halben Minuten. Das mögen die Wühlmäuse nicht (übrigens sind auch Maulwürfe nicht begeistert davon). Angeblich mögen sie es so wenig, dass ein solcher Stecker 300 Quadratmeter vollkommen Wühlmausfrei halten kann. Naja. Die eine oder andere Rote Rübe wurde definitiv trotz des Steckers angeknabbert. Maulwürfe graben rundherum munter die Wiese um, was mich aber nicht stört. Im Frühling brauch ich eh die Anzuchterde. Allerdings glaube ich, dass die lieben Mäuschen schon längst alle Roten Rüben aufgefuttert hätten, gäbe es den Stecker nicht. Also sage ich einmal - wahrscheinlich hat er schon seine Berechtigung ;)

Warum Wühlmäuse nicht nur schlecht sind
Wühlmäuse und Maulwürfe durchwühlen die Erde. Sie sind organische Minipflüge. Durch den Sauerstoff laufen Prozesse im Boden schneller ab, die Erde wird lockerer und Wurzeln bekommen Luft. Es kommt also drauf an, wie viele Wühlmäuse im Garten hausen. Ist es nur die eine oder andere, dann kompensiert sie durch ihre Bodenarbeit das, was sie frisst selbst. Sind es so viele, dass der Schaden wirklich schmerzhaft wird, kann ein solcher Stecker eventuell helfen.

Maulwürfe sind GartenhelferMaulwürfe fressen hauptsäuchlich Insekten und Würmer. Wurzeln beißen sie selten an, eventuell einmal, wenn sie bei ihren Grabungsarbeiten im Weg sind. Unserem Gemüse tun sie also so gut wie gar nicht weh. Sie durchlüften den Boden, fressen Schädlinge und werfen wertvolle Erde hoch. Die kannst du zur Anzucht oder für Blumenkisten und -töpfe verwenden (eventuell mit Zusätzen, je nachdem, wie deine Gartenerde beschaffen ist).

Andere Hilfen
Wühlmäuse kann man angeblich auch mit einer Bierflasche in Zaum halten. Eine Bierflasche so tief eingraben, dass der Hals noch etwa 5 - 7 Zentimeter raussteht (jedenfalls aber die Luft frei über ihn streifen kann). Kennst du das Pfeifen, das entsteht, wenn du im richtigen Winkel in eine leere Bierflasche bläst? Genau das passiert auch, wenn der Wind über die Flasche streift. Wühlmäuse mögen auch diese Geräusche nicht. Angeblich - ich muss es einmal ausprobieren.

Haare, stinkende Socken
Menschen- und Hundehaare riechen für Wühlmäuse gefährlich. Sie erkennen im Geruch Fressfeinde (sie glauben also, dass wir sie fressen - Hunde würden das jederzeit wirklich tun). Dasselbe gilt für unseren Schweiß. Nimm also ein paar Haare von dir oder deinem Wuff oder zerschneide einen Socken, der nach einem Tag schwerer Gartenarbeit - dringend in die Waschmaschine müsst. Und steck Haare oder Socken in einen Gang der Wühlmaus. Beides wird den Gang richtig weiträumig verstinken. Es klappt auch, wenn du wertvolle Pflanzen rundherum verstinkst. Also etwa einen halben Quadratmeter rundherum mit Haaren oder Sockenstücken präparierst. Das klappt wirklich - wenn man auch innerhalb einer Saison immer wieder "nachlegen" sollte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen