Montag, 27. August 2012

Aronia - die Apfelbeere



In der letzten Zeit habe ich immer wieder von der Wunderfrucht "Aronia" gelesen. Die Abbildungen erinnerten mich stark an die Früchte des kleinen Sträuchleins, das wir im Garten stehen haben: eine einfache Apfelbeere. Doch ich dachte: Das kann ja nicht sein, so ein cooler Name und es sollte dann einfach eine Apfelbeere sein? Stimmt aber. Aronia ist die Apfelbeere.


Viele Antioxidantien
Freie Radikale sind elektrisch geladene Atome oder Moleküle, die unsere Zellen und sogar das Erbgut angreifen können. Antioxidantien fangen sie ab und machen sie unschädlich. Deshalb wirken sie gegen das so viel zitierte "vorzeitige Altern" (also wenn man Falten kriegt) genauso wie gegen die Entstehung von Krebs. Sie verhindern beides nicht vollkommen, zögern Falten aber eventuell ein Bisschen hinaus und machen das Auftreten von Krebs ein wenig weniger wahrscheinlich. Eine feine Sache also.

Antioxidantien in der Apfelbeere
Nun sind offenbar in der Apfelbeere - oder hübscher Aronia - besonders viele von diesen Antioxidantien enthalten. Grund: Sie haben besonders viele Farbstoffe, die eben als Antioxidantien wirken. Als solche schützen sie die Frucht vor schädlichen Einflüssen und, wenn wir die Frucht essen, auch uns.

Aronia einkaufen oder selbst anbauen?
Erst einmal: Aronia enthält laut Angaben wirklich viele Antioxidantien, aber es gibt auch viele andere Früchte, die diese Stoffe in sich tragen. Grob gesagt: Alle, die rot oder violett oder schwarz sind. Zum Beispiel die Hagebutte.

Wenn du in deinem Garten keinen Platz für einen Apfelbeerenbusch - oder eine Hagebuttenhecke - hast, kannst du beides auch kaufen. Hagebutten kannst du allerdings auch gemütlich wild sammeln, die gibt es an vielen Waldrändern (im Zweifelsfall den Besitzer/die Besitzerin fragen, ob's erlaubt ist). Selber Sammeln hat den Vorteil, dass du an der frischen Luft bist, was den Körper freut. Allerdings könnten durch Sonneneinstrahlung ein, zwei Fältchen sich vertiefen ;)

Geschmacklich
Ich sag's ganz ehrlich: In den ersten zwei Jahren haben wir die magere Ausbeute unseres Apfelbeerenstauches nicht gegessen. Sie schmecken grauslich. Dieses Jahr haben wir sie allerdings geerntet (richtig: der Antioxidantien wegen). Und getrocknet sind sie tatsächlich essbar. Nicht zu vergleichen mit einer süßsauren Hagebutte und schon gar nicht mit einer blauen Weintraube, die auch haufenweise Antioxidantien enthält - aber immerhin essbar. Bis sie weg sind werden wir täglich ein paar essen und sehen, ob wir länger leben ;)

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