Donnerstag, 8. März 2012

Mutterkorn


In den Roggenkörnern habe ich heute ein Stück Mutterkorn gefunden. Das ist ein Pilz, der besonders gern auf Roggen, aber auch auf Weizen und anderen Getreiden wächst. Seine Sporen entern dafür eines der reifenden Getreidekörner und beginnen, es zu fressen und selbst zu wachsen (wie das aussieht siehe Link ganz unten).

Die Wirkung des Mutterkorns
Dieser Pilz hat es in sich: Mutterkorn verursacht unter anderem Halluzinationen. Doch nein, ich will Dich jetzt nicht zum Rauschmittelmissbrauch verführen, denn das Mutterkorn hat noch ganz anderes zu bieten: Darmkrämpfe, Kribbeln bis Absterben von Fingern und Zehen durch zu wenig Durchblutung. Wenn ein erwachsener Mensch 5 - 10 Gramm davon erwischt, kann es sogar tödlich sein. Man stirbt durch Atemlähmung*.

Mutterkorn im Getreide
Wie Du auf dem oberen Bild sehen kannst, kann ein zerbrochenes oder ein kleines Mutterkorn genauso aussehen wie ein Getreidekorn - nur dunkler. Was tun, wenn Du ein Stück Mutterkorn im Getreide entdeckst? Freu Dich, denn es ist relativ selten. Iss es nicht mit.

Gefährliches Getreide?
Doch keine Angst: Wahrscheinlich haben wir alle schon kleinste Mutterkornmengen verspeist. Denn es ist für MüllerInnen nur unter enormem Aufwand (wenn überhaupt) möglich, wirklich alle Teile dieses unerwünschten Inhalts aus dem Getreide zu kriegen - das meiste können sie allerdings aussondern. Wenn die Dosis sehr klein ist, passiert überhaupt nichts. Wahrscheinlich wäre auch nichts passiet, wenn das hier abgebildete Stück unerkannt im Brot gelandet wäre. Aber es ist mir lieber, wenn nicht.

Die Geschichte vom Antoniusfieber


* Gute Bilder und weitere Informationen findest Du auf Wikipedia.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen