Donnerstag, 29. März 2012

Wohin geht die Landwirtschaft?


Ein Lied von Hubert von Goisern zur Landwirtschaft. Für alle, die Hubert von Goisern nicht kennen/verstehen hier eine Übersetzung des Refrains:

Jeder weiß, dass Geld nicht auf der Wiese wächst
und essen kann man es auch nicht,
aber brennen würde es gut.

Aber wir heißen mit Weizen
und mit Kuckerutz (Mais)
und wenn wir lang so weiter heizen,
brennt der Hut.

Biene aus?

Mittwoch, 28. März 2012

Biene aus? wohin geht die Landwirtschaft? .


Es gibt immer weniger Bienen. Sie sterben. Daran, dass es immer weniger Blumen-Wiesen gibt - auf überdüngten Wiesen blüht nur Gras. Daran, dass es zu viele Gifte gibt. Daran, dass Wildbienen immer weniger Wohnungen finden. An Milben und anderen Krankheiten (Schmarotzern). Wenn Dir das nicht gefällt, komm zu "wir haben es satt".

Dienstag, 27. März 2012

Besuch .


Dieser Marienkäfer hat zwar mehr als sieben Punkte, er ist dennoch ein Marienkäfer. Die gibt es in rot-schwarz, gelb-schwarz, schwarz-gelb, ungepunktet. Und noch mehr Variationen. Alle sind sie Marienkäfer. Dieser ist ein Asiatischer Marienkäfer und war heute bei uns zu Besuch.

Montag, 26. März 2012

Ein Hendl geht um die Welt .


Ein Frülingshendl geht von Mittel-Oregon nach Niedersachsen und jetzt ist es in Niederösterreich gelandet. Wer weiß, wo es sonst noch überall hinkommt.

Donnerstag, 22. März 2012

Die Ode an die Regentonne .



Wenn's trocken ist
dann bist Du da.

Gibst Wasser noch,
wenn lange schon kein Regen fiel.

Es sei denn
Du hast ein Loch.

Mittwoch, 21. März 2012

Extreme Trockenheit .

Diesen Winter war es zwar sehr kalt, hat aber sehr wenig geschneit und geregnet. Zumindest in Ostösterreich ist das so. Keimlinge, die schon im Freien stehen, halte schön feucht. Stellenweise gibt es sogar Brandgefahr!



Beete feucht halten
Ist normalerweise im Frühling überhaupt nicht nötig. Die Erde ist so angesoffen mit Wasser, dass man sogar warten muss, bis sie halbwegs trocken ist, sonst wird sie auch bei leichter Bodenbearbeitung total dicht. Sie verschlemmt einfach. Dieses Jahr ist alles anders. Es ist so trocken, dass in Niederösterreich und dem Burgenland sogar jetzt schon oft die Gießkanne nötig ist, damit Keimlinge und Jungpflanzen nicht vertrocknen.

Mittwoch, 14. März 2012

Erstes Sonnenbad .


Wenn's so schön ist wie heute, dürfen die Nachtschatten-Keimling ihrem Namen zum Trotz in die Sonne. Paprika, Paradeiser, Melanzani und auch die beiden ersten Artischocken (Disteln, keine Nachtschatten) lassen sich die Sonne auf die Keimglätter scheinen.

Kaum kommt der Schatten, kommen sie aber wieder rein, weil in der Nacht friert es noch.

Samstag, 10. März 2012

Nützlingshotels und Nützlingshäuser .

Nützlinge sind Tiere, die in unseren Gärten "Schädlinge" fressen oder sich sonst wie beliebt machen. Bienen und Hummeln zum Beispiel fressen niemanden, bestäuben aber unsere Obst- und Gemüsepflanzen und sorgen dadurch erst für den Ertrag. Und sie machen Honig.

Nützlingshäuser und Nützlingshotels
Damit möglichst viele davon in Deinen Garten einziehen, ist es gut, ihnen Unterkünfte zu bieten. In denen können sie wohnen oder überwintern. Je mehr Möglichkeiten für Nützlinge Du schaffst, desto weniger Probleme wirst Du mit Schädlingen haben, denn es stellt sich ein natüriches Gleichgewicht ein.


Nützlinge im Asthaufen
Wenn Du irgendwo in Deinem Garten einen Asthaufen hast, kannst Du damit diese Tiere anlocken: Igel, Kröten, Eidechsen, Laufkäfer und Spinnen. Sind hohle Äste dabei (kommen oft vom Heckenschnitt - Sommerflieder, Forsythie, ...), dann können sich auch Tiere ansiedeln, die in eben solchen Hohlräumen ihre Wohnungen haben: verschiedene Bienenarten, Schlupfwespen und andere.


Im Heuhaufen
überwintern gerne Spitzmäuse, Eidechsen, Käfer, Spinnen. Einfach beim letzten Mähen einen Haufen liegen lassen.

Altes Holz
Hier wohnt das Futter für Igel, Kröten und andere Nützlinge. Denn Tausenfüßler, Käfer und Asseln finden es in Holzstümpfen sehr gemütlich. Sie selbst können teilweise auch direkt etwas für ein natürliches Gleichgewischt in Deinem Garten beitragen.

Pflanzen im Garten
Ein Stück wilde Wiese dient Deinen Nützlingen als Nahrung (Nektar für Schmetterlinge und Bienen) und Überwinterungsquartier (Halme von Gräsern, viele Fruchtstände von Wiesenpflanzen). Du brauchst dafür nichts zu tun - außer seltener zu mähen.

Hecken
... aus Schlehe, Hagebutte, Haselnuss, Weißdorn, Sanddorn und anderen heimischen Heckenpflanzen bieten sehr vielen Tieren Unterschlupf und Nahrung. Vorteile für Dich: Du kannst bei den Früchten dieser Hecken mitnaschen und Dich am Zwitschen der Vögel, die es in die Hecke verschlägt, erfreuen.

Noch mehr Infos zu Nützlingshäusern samt Bauanleitung.

Donnerstag, 8. März 2012

Mutterkorn


In den Roggenkörnern habe ich heute ein Stück Mutterkorn gefunden. Das ist ein Pilz, der besonders gern auf Roggen, aber auch auf Weizen und anderen Getreiden wächst. Seine Sporen entern dafür eines der reifenden Getreidekörner und beginnen, es zu fressen und selbst zu wachsen (wie das aussieht siehe Link ganz unten).

Die Wirkung des Mutterkorns
Dieser Pilz hat es in sich: Mutterkorn verursacht unter anderem Halluzinationen. Doch nein, ich will Dich jetzt nicht zum Rauschmittelmissbrauch verführen, denn das Mutterkorn hat noch ganz anderes zu bieten: Darmkrämpfe, Kribbeln bis Absterben von Fingern und Zehen durch zu wenig Durchblutung. Wenn ein erwachsener Mensch 5 - 10 Gramm davon erwischt, kann es sogar tödlich sein. Man stirbt durch Atemlähmung*.

Mutterkorn im Getreide
Wie Du auf dem oberen Bild sehen kannst, kann ein zerbrochenes oder ein kleines Mutterkorn genauso aussehen wie ein Getreidekorn - nur dunkler. Was tun, wenn Du ein Stück Mutterkorn im Getreide entdeckst? Freu Dich, denn es ist relativ selten. Iss es nicht mit.

Gefährliches Getreide?
Doch keine Angst: Wahrscheinlich haben wir alle schon kleinste Mutterkornmengen verspeist. Denn es ist für MüllerInnen nur unter enormem Aufwand (wenn überhaupt) möglich, wirklich alle Teile dieses unerwünschten Inhalts aus dem Getreide zu kriegen - das meiste können sie allerdings aussondern. Wenn die Dosis sehr klein ist, passiert überhaupt nichts. Wahrscheinlich wäre auch nichts passiet, wenn das hier abgebildete Stück unerkannt im Brot gelandet wäre. Aber es ist mir lieber, wenn nicht.

Die Geschichte vom Antoniusfieber


* Gute Bilder und weitere Informationen findest Du auf Wikipedia.

Freitag, 2. März 2012

Jetzt geht's aber los!

So schön ist's. Die Sonne scheint, die Vöglein zwitschern - es ist Frühling. Der Schnee ist weg und die Erde soweit ich beurteilen kann, aufgetaut. Trotzdem nicht zu feucht. Zeit für einen Blick auf die Samenvorräte (ein paar wurden ja schon im Eierkartons geät, aber jetzt interessieren die, die frostfest sind und daher schon im März direkt ins Frei dürfen).

Frostfeste Frühaussaat
Und das sind einige. Ein paar sind mir ja nass geworden. Aber die meisten sind noch in Ordnung: Radieschen, Lauch, Salat und Karotten dürfen jetzt schon direkt ins Freiland. Ruccula (und keiner sagt mir, dass man das Rucola schreibt ...) auch, der ist nass geworden. Ich habe ihm trotzdem ein Eckchen im Beet gewidmet und hoffe, dass der eine oder andere Samen noch keimfähig ist ...


Ein paar Samensackerln
Mit diesem Bild möchte ich nicht für den einen oder anderen Anbieter werben, sondern für Biosaatgut. Du hast vielleicht andere, vielleicht kleine Anbieter in Deiner Nähe, das ist mindestens genau so gut - wenn es ein regionaler Züchter ist, sogar ganz ideal, weil die Samen dann kaum transportiert werden müssen.

Eigene Zucht
Wenn Du selbst der/die ZüchterIn bist - perfekt :) Rucola-Samen lassen sich relativ leicht gewinnen (auswachsen und reifen lassen). Bei Lauch bin ich noch auf keinen grünen Zweig gekommen. Wahrscheinlich müsste man ihn einfach ein zweites Jahr stehen lassen? Radieschen: Auswachsen und reifen lassen. Die Ausbeute ist meiner Erfahrung nach aber nicht groß. Karotten: Ein zweites Jahr wachsen lassen. Salat: Auswachsen und reifen lassen.


Fingerpflug
Diesmal säe ich Lauch und Radieschen (und Rucola). Salat und Karotten folgen in den nächsten Tagen. Für so kleine Flächen wie diese tut's der Fingerpflug. Du kannst Dir's sicher vorstellen: Finger ein, zwei Zentimeter in die Erde stecken und durchziehen.


Und rein damit in die Erde. Radieschensamen kannst Du ruhig etwas mit Erde bedecken. Die haben viel Energie gespeichert und kämpfen sich durch. Die kleinen, schwarzen Lauchsamen lass aber auf der Oberfläche liegen und krümle höchstens etwas Erde drüber. Drück auch Rucola-Samen nicht zu tief in die Erde.