Freitag, 30. September 2011

Einheizen



Warm knistert das Holz. Draußen ist es kalt, aber drinnen gibt es zumindest einen Körper, der angenehme Strahlung abgibt: Den Holzofen. Egal ob offener Kamin oder Werkstattofen: Die Wärme eines Holzfeuers ist unvergleichlich.

ABER: Damit Du sie genießen kannst, musst Du erst einmal einheizen! Dafür gibt es diverse Anzündhilfen, die diversere brennbare Substanzen enthalten. Echte OfenbeheizerInnen arbeiten aber mit natürlichem Material. Davon gibt's auch genug - selbst in der Stadt.


Unterzünden ist das halbe FeuerPKH - Papier, Kleinholz, Holz. Das ist die Reihenfolge, die in Deinen Ofen gehört. Von unten nach oben.

PapierIdeal sind Zeitungspapier und dünner Karton. Verwende möglichst Papier, das nicht bunt bedruckt oder gar nicht bedruckt ist. Druckfarben enthalten oft Schadstoffe, die bei einem relativ kühlen Kaminfeuer nicht vollständig abgebaut werden. In der Müllverbrennung herrschen viel höhere Temperaturen, außerdem gibt es Schadstofffilter, die Dein Rauchfang höchstwahrscheinlich nicht hat.

KleinholzGibt's zu kaufen. Aber auch gratis in Wald und Park. Du musst nämlich nicht unbedingt perfekte Holzkeilchen verwenden. Du kannst auch mit Bucheckerln, Nussschalen oder Bockerln* unterzünden.

HolzDas beste Feuer macht Hartholz (Buche, Eiche, ...). Schöne Scheite halten die Hitze und das Feuer länger als Weichholz (etwa Fichte) und brennen auch länger vor sich hin. Für ein schnelles, heißes Feuer eignen sich kleinere Scheiter.

Das Schichtenein paar zusammengeknüllte Zeitungsseiten
etwas Karton (optional)
zwei bis drei Hand voll Kleinholz
ein bis zwei kleine Scheite
Schichte sie in dieser Reihenfolge übereinander (das Papier zu unterst) und entzünde das Papier. Lass die untere Ofenklappe ein paar Minuten geöffnet, damit genügend Sauerstoff zum Feuer kann. Wenn das Kleinholz Feuer fängt, beginnt es zu knistern. Dann schaut es gut aus. Lass es ein paar Minuten knistern und wenn die kleinen Scheite gut Feuer gefangen haben, leg ein großes darauf. Mach die untere Ofenklappe zu und reguliere die Luftzufuhr so, wie Du es gerade brauchst (mehr Luft: Das Holz verbrennt schneller unter größerer Hitzeentwicklung - weniger Luft: Du Holz glüht eher, hält aber länger). Jetzt regelmäßig nachlegen und das Feuer sollte fröhlich vor sich hinbrennen bzw. -glühen.

* Nimm nie zu viel Bockerl, Nussschalen oder Bucheckerl. Da diese eine große Oberfläche haben und daher sehr schnell sehr viel Luft zu viel brennbarem Material gelangen kann, können sie sich exposionsartig plötzlich entzünden. Bei einer Hand voll macht es vielleicht einen kleinen Flusch, bei mehr kann Dir schon einiges um die Ohren fliegen!

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